Lust auf ein so richtig urwüchsiges Stück Frankreich? Dann seid Ihr in Feugères richtig. Die kleine Gemeinde liegt irgendwo im Nirgendwo, zwischen Périers und St. Lo. Schon der Ort ist überraschend, mit seiner wuchtigen Kirche und seiner Pressoir, der alten Apfelpresse, mitten im Ort. Von hier könnt Ihr zu einem kleinen Rundgang aufbrechen, der Euch mitten durch die Bocage-Landschaft führt – geradewegs in die Zeitlosigkeit. Über befestigte Feldwege, Trampelpfade und nur wenige befahrene Ortsverbindungsstraße geht es hinaus in das Land, das urfranzösischer nicht sein könnte. Fette Rinder grasen auf den Weiden, der Kuckuck ruft, Störche klappern und kleine und große Gehöfte schmiegen sich in das Grün der sanften Hügel. Im Frühling gesellen sich dazu Wald-Hyazinthen, Knabenkraut, Buschwindröschen, Primeln und – Bärlauch. In solchen Massen, dass der Knoblauchduft die Luft schwängert.
Unterwegs gibt es immer wieder Interessantes zu entdecken: Edle Landhäuser, die Reste eines Backhauses oder eine vor sich hin modernde Mühle. Menschen dagegen begegnen einem nur wenige, da treibt der Landwirt seine Kühe um oder ein Hausbesitzer repariert sein Dach. Ansonsten umfängt Euch vor allem eines: Ruhe und ein ländliches Idyll.
Der circa sieben Kilometer lange Wanderweg ist mit einem gelben Balken markiert. Wir haben für die Strecke, inklusive vieler Fotos und netter Kuh- und Pferdebegegnungen knapp zwei Stunden gebraucht. An drei Stellen war der Wanderwege so durchfeuchtet, dass sich die Hunde richtig "einsauen" konnten – wasserdichtes Schuhwerk ist also auf jeden Fall empfehlenswert! Ich fürchte, dass während längerer Regenperioden der Weg unpassierbar sein wird. Ein Teil des Wanderweges ist für motorisierte Fahrzeuge aller Art gesperrt oder unpassierbar, sodass Euer Hund sich hier gefahrlos frei bewegen kann – Abrufbarkeit am Wild vorausgesetzt.
Anmerkung: Wir haben die Wanderung an Ostern 2017 gemacht, Text und Kartenmaterial wurden am 14. November 2019 überarbeitet.
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